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APRS und LoRa-APRS
von Wolfgang, HB9CCS
Unser APRS-System basiert auf zwei Netzwerken:
Auf beiden Frequenzen empfangen die IGATES die Infopakete der aussendenden stationären, mobilen oder portablen Stationen und übertragen die Daten auf die Webseite www.aprs.fi. Da können die Tracks eingesehen werden und ebenso die Stationsprotokolle aller Empfangs- und Sende-Stationen.
LoRa-APRS-Empfänger sind bislang (im Glarnerland) nur empfangende IGATES und nicht Digipeater wie jene vom 2-m-System.
Unser Netz besteht nun aus 13 Stationen. 5 davon werden vom Verein betrieben, und die weiteren sind persönliche IGATES von Vereinsmitgliedern. Je mehr IGATES wir haben, umso besser wird die Auflösung der Spuren, die die Tracker hinterlassen.
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Standorte unserer IGATES
Wo stehen die neuen LoRa-APRS-IGATES? Neu dazu gekommen sind:
Es ist vorgesehen, dass am Standort Mollis Fronalp demnächst ein weiteres 2-m-APRS-IGATE in Betrieb genommen wird, um das Glarner Hinterland besser abzudecken.
Was läuft auf den APRS-Netzen?
Die Beobachtung über ein Jahr hinweg ergibt erstaunliche Erkenntnisse. Beide Systeme werden fast gleich intensiv benutzt. Lokale, vorbeifahrende und weiter entfernte Stationen sind in den Empfangsprotokollen zu sehen.
Es fällt auf, dass im klassischen APRS-Netz vor allem Schweizer Stationen oder ausländische Rufzeichen, die in der Nähe sind, auftauchen. Im LoRa-APRS-Netz jedoch ist die Mehrheit der Rufzeichen, 51 Prozent, aus 9 Ländern. Die meisten davon natürlich auf ihrer Durchfahrt in der Region. Bislang kamen nur deutsche Stationen direkt aus DE in den Netzen an.
Schaut man die Präsenz der Stationen an, ist bei beiden Netzen die überwiegende Anzahl der Stationen aus der Gegend Glarnerland plus.
Der DX-Rekord hat eine deutsche LoRa APRS Station mit 134 km, die in Elm auf dem IGATE HB9GL-14 am Standort von Daniel, HB9HDG empfangen wurde.
Wie genau ist die Auflösung der Tracks?
Jene des klassischen Systems sind, je nach der Empfangsposition, sehr gut. Das dichtere LoRa-APRS-Netz ermöglicht jedoch eine überraschend gute Auflösung und Genauigkeit der Spuren, und so ergänzen sich die beiden Systeme .
Hörbarkeit der Tracker
Einige von uns haben einen Tracker, sei es für 2 m oder für 70 cm und senden regelmässig auf ihren Fahrten oder Wanderungen die Positionsdaten aus. Es ist ebenso interessant zu schauen, wie weit die Impulse hörbar sind. Je höher die Standorte, umso besser! Ohne Schwierigkeiten sind Strecken von 100 km und mehr von einem Bergstandort aus überwindbar. Für Überraschungen sorgen die Reflexionen im Tal. So kommt es immer wieder vor, dass aus einem versteckten Bergtal ein GPS-Päcklein den Weg ins Unterland oder sogar in den angrenzenden Schwarzwald findet. Wer Glück hat findet ein Flugzeug, das den breitbandigen FM-Chirp-Modulations-Impuls weiter spiegelt und dann eine DX-Verbindung zu Stande kommt.
HAM-Spirit
Abgesehen vom experimentellen Charakter dieser Systeme ist das APRS-Projekt eine wunderbare Gemeinschaftsaktivität und somit HAM-Spirit pur. Alle tragen dazu bei, dass ein gutes Netz für alle zur Verfügung steht.
TNX!
Herzlichen Dank für die Unterstützung von Seiten des Vereins und von euch allen, die daran beteiligt sind.
73!
Wolfgang HB9CCS