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H26

Helvetia-Contest 2019 ohne Clubstation


HB9BXQ aktiviert das Rufzeichen HB9GL aus Näfels/GL

Leider ist es uns dieses Jahr nicht gelungen, genügend OP für das Einrichten und den Betrieb einer portablen Clubstation zu finden. Schade, denn der erfolgreiche Contest in Filzbach GL vom vergangenen Jahr bleibt allen noch in guter Erinnerung. Vielleicht klappt es ja das nächste Jahr wieder, eine geeignete Crew zusammenzustellen!

Trotzdem war das Rufzeichen HB9GL auch dieses Jahr im Aether anzutreffen: Zwar nicht über die ganze Contestdauer, aber immerhin am Samstag bis Mitternacht. HB9BXQ/Renato konnte es nicht lassen und hat aus Näfels GL (am Home-QTH von HB9IRJ/José) den Kanton Glarus für einige Stunden aktiviert.
 

Bericht von HB9BXQ (Näfels GL)
 

Seit letztem Jahr ergibt jede Verbindung mit der Schweiz 10 Punkte (plus 1 Multiplikator pro Kanton). Da ist es also angebracht, auf möglichst vielen Bändern Kantone zu sammeln. Besonders lukrativ ist das auf dem 10 m-Band, nur hat das bei uns im Glarnerland einen kleinen Haken: In den Bergtälern ist die Bodenwelle auf 10 m praktisch unhörbar, und die braucht es, damit ein QSO in diesem Band und über diese kurze Distanz zustande kommt. HB9BXQ stellte fest, dass in Näfels von all den 10 m-Stationen, welche am Anfang des Contests qrv waren, praktisch nichts zu hören war. Da sind Stationen im Schweizer Mittelland eindeutig bevorzugt!

Ebenfalls wenig zu hören war auf den beiden übrigen DX-Bändern 15 m (praktisch nur Rauschen) und 20 m (wenig Betrieb), obwohl José eine gute Richtantenne auf dem Dach hat. Auch hier stehen natürlich die Glarner Berge einer flachen Abstrahlung im Wege, und die schlechten Ausbreitungsbedingungen (sehr tiefe MUF) trugen das ihre bei.

Wirklich Spass kam eigentlich nur auf dem 80 m-Band auf. Das Band war abends relativ störungsarm, und viele Stationen trafen mit starken und klalren Signalen ein. Die sehr tiefliegende W3DZZ-Drahtantenne von José strahlt offensichtlich steil ab, was für den H26-Contest ideal ist. Entsprechend waren am Schluss 23 von 26 Kantonen im Log, was sehr erfreulich ist.

Hier noch eine kleine Zusammenstellung:

 Punktzahl    
 Zeitstrahl  
 Multis 80  
Multis 40
Multis 10


Bericht von HB9BTI (Uznach SG)


Ebenfalls in der Luft war HB9BTI. Er hat 13 Stunden am Kontest mit 100 Watt teilgenommen und 222 Verbindungen getätigt. Auf 10, 15 und 20 Meter konnte er immerhin 37 Schweizer Stationen erreichen, was 370 Punkte gibt. Für die gleiche Punktzahl müsste man 370 europäische Stationen arbeiten.

Sein Kommentar:
Grüezi miteinander
Leider waren die Bandbedingungen nicht sehr gut. Auf 10 und 15 Meter konnte ich doch einige HB-Stationen arbeiten. Ich finde jedoch das neue Reglement mit 10 Punkten für HB-Stationen für einige Schweizer Teilnehmer nicht sehr gut. Es gibt benachteiligte Regionen wie z. B. das Glarner Hinterland oder Graubünden. Diese OM haben aufgrund der hohen Berge resp. der Bodenwellen keine Chance, auf 10, 15 und 20 Meter viele wichtige Punkte mit HB-Stationen zu sammeln. Da haben Amateure z. B. im Kanton AG einen Riesenvorteil. Leider konnte ich auf RTTY mit 90 Verbindungen nur eine einzige HB9-Station (HB9CA) arbeiten.  

73 de HB9BTI